Wie man selbst einen Podcast erstellt

Fast ein Drittel von Deutschlands Bevölkerung zwischen 18 und 69 Jahren greift regelmäßig auf kostenlose On-Demand-Sendungen, kurz Podcasts und Videos, zurück. Der Großteil der Inhalte betrifft dabei Wissens- und Nachrichteninhalte. Diese Inhalte lassen sich so leicht wie nie zuvor herstellen. Während es vor einigen Jahren beinahe unmöglich war, etwa eine eigene Radioshow zu produzieren, reicht dafür heute an Computer und ein Mikrophon, manchmal sogar nur das Smartphone. Hier wird erklärt, was es zur Erstellung eines Podcasts braucht.

Passender Content

Bevor man sich über die technische Umsetzung des eigenen Podcasts Gedanken macht, sollte das Thema und Setting bereits feststehen. Wichtig ist es, einen möglichst genauen Plan zu haben. Das Überthema “Geschichte” zu wählen und sich darauf zu einigen “einfach über gewisse Ereignisse in der Geschichte zu sprechen” ist dabei zu wenig. Bereits erfolgreiche Podcast, die genau das zuvor Beschriebene umgesetzt haben, haben sich im Vorhinein einen viel genaueren Plan zurechtgelegt. Die Macherinnen von “Stuff you missed in history class” haben beispielsweise in einer Folge ihres Podcasts genau darüber gesprochen und erzählt, wie wichtig es für sie war, bereits im Vorhinein möglichst alles abgeklärt zu haben. Inklusive einen Ablauf für die einzelnen Episoden. Was für Hörer lose und improvisiert klingt, ist oft sehr genau durchgeplant.

Das richtige Equipment

Bei der Diskussion um das richtige Equipment scheiden sich die Geister. Es gibt sehr erfolgreiche Podcasts, die in renommierten Tonstudios oder mit professionellem Equipment aufgenommen werden, auf der anderen Seite gibt es genauso erfolgreiche und beliebte, die bloß aus aufgezeichneten Telefongesprächen bestehen (z.B bei “The Tim Ferriss Show”).  Im US-amerikanischen Raum setzt sich gerade außerdem der Trend durch, Podcasts auch mitzufilmen, um sie zusätzlich auf Youtube veröffentlichen zu können.
Grundsätzlich ist zu beachten, dass sich professionelles Equipment nur bezahlt macht, wenn man auch damit umgehen kann. Glücklicherweise gibt es im Internet sehr viele Videotutorials zur Einrichtung von Mikrophonen und normalerweise ist es in jeder größeren Stadt möglich, sich Profi-Equipment auszuborgen, um bereits im Vorhinein den Umgang damit zu lernen. Neben dem Mikrophon benötigt man auch das passende Kabel und ein Interface, um das analoge Signal des Mikros in ein digitales umzuwandeln. Manche Mikrophone benötigen auch Phantomspeisung, müssen also mit Strom versorgt werden. Die meisten Interfaces haben dieses Feature allerdings ohnehin verbaut.

Den eigenen Podcast aufnehmen und schneiden

Vor einigen Jahren hatten trainierte Sprecher in Radiosendungen oder Podcasts noch einen hohen Stellenwert. Mittlerweile scheint das nicht mehr so zu sein. Authentizität ist wichtiger geworden, deutliches Sprechen sollte man aber natürlich üben. Genauso wichtig ist die Positionierung des Mikrophons. Befindet es sich beispielsweise zu weit unterhalb des Mundes, werden Atemgeräusche und S- bzw- T-Laute verstärkt.
Um den eigenen Podcast zu schneiden, wird häufig Audacity empfohlen. Die Funktionen sind dabei aber sehr eingeschränkt. Empfehlenswert ist deshalb beispielsweise Reaper. Reaper ist ein professionelles Aufnahme- und Schnittprogramm und zeichnet sich durch seine Funktionsvielfalt aus. Viele bekannte Alben wurden damit produziert und es lohnt sich im Vorhinein das eine oder andere Online-Tutorial anzusehen. Reaper gibt es – sofern man es nicht für kommerzielle Zwecke nutzt – als gratis Download.

Die Verbreitung

Sobald der Podcast aufgenommen und geschnitten ist kann er veröffentlicht werden. Geeignete Plattformen dafür gibt es sehr viele. Soundcloud, Apple Music und Spotify sind nur eine kleine Auswahl davon.

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